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Produktinformationen
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Canyonseil
Beim Canyoning verwendet man spezielle Canyonseile. Solche Seile sind schwimmfähig. Canyonseile haben meist einen Durchmesser von 10 mm und sind in der Regel als Meterware auf 100m- oder 200m-Rollen erhältlich.

Einfachseil
Zum Sportklettern im Klettergarten oder in der Kletterhalle reicht zumeist ein Einfachseil. Einfachseile haben einen Durchmesser von 9,5 bis 11 mm und sind in Längen von 50 bis 70 m, manchmal aber auch auf Seilrollen von 100 oder gar 200 m erhältlich. Die Festigkeitswerte von Einfachseilen sind so dimensioniert, daß diese im Einfachstrang verwendet werden können.

Fangstoß
Im Fangstoß drückt sich die Kraft aus, die auf einen Kletterer bei einem Sturz wirkt. Die UIAA hat hier als Obergrenze einen Wert von 1200 daN angesetzt, je niedriger der Fangstoß-Wert eines Kletterseiles, desto weicher wird der Sturz. Desto schlechter aber manchmal auch das Handling des Seiles. Ideal sind Werte von 800 bis 950 daN.
Beim Fangstoß handelt es sich um einen theoretischen Wert. Durch die Anwendung dynamischer Sicherungstechniken wird die Härte eines Sturzes deutlich gemindert.

Seil-Dehnung
Dynamische Kletterseile müssen eine gewisse Dehnung aufweisen. Zu wenig Dehnung würde bedeuten, daß Stürze zu hart wären, zu viel Dehnung und die Handhabung des Seiles wird eingeschränkt. Als optimaler Wert hat sich hierbei 5 - 8 % erwiesen.

Halbseil
Halbseile werden stets im Doppelstrang verwendet, d.h. zwei parallel verlaufende Seile werden wie ein Seil gehandhabt. Durch die Verwendung zweier Seile erhöht sich die Sicherheitsreserve beträchtlich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß mit 2 Seilen im Vergleich zur Verwendung eines Einfachseiles eine doppelte Abseilstrecke möglich wird. Halbseile sind erhältlich in Stärken von 8 bis 9 mm und sind in Längen von 50 bis 70 m, manchmal aber auch auf Seilrollen von 100 oder gar 200 m erhältlich. Der Vorteil gegenüber dem Zwillingsseil besteht darin, daß es mit einem Halbseil möglich ist, zwei Nachsteiger gleichzeitig nachzusichern.

Knotbarkeit
Das ist ein Koeffizient, der das Verhältnis zwischen dem Seildurchmesser und dem Innendurchmesser eines Knotens am Seil ausdrückt. Er darf den Wert von 1,1 nicht überschreiten.

Kantensturz (UIAA)
Ein UIAA-Kantensturz ist ein UIAA-Normsturz allerdings verläuft hierbei das Seil über eine Kante mit einem Radius von nur 0,75 mm. Nur wenige Seile auf dem Markt halten einen UIAA Kantensturz (z.B. LANEX tarra).

Lebensdauer von Seilen
Die Lebensdauer von Kletterseilen ist fast ausschliesslich von der Gebrauchsdauer abhängig. Untersuchungen des DAV-Sicherheitskreises haben gezeigt, daß die Lebensdauer eines Seiles, vorausgesetzt das Seil weist keine Beschädigungen auf, meist über die vom Hersteller empfohlene Lebensdauer hinaus geht.
Die Lebensdauer wird durch unsachgemäßen Gebrauch deutlich verringert. Allzu häufiges Klettern im Toprope verschleisst das Seil ungleich schneller als beispielsweise die alleinige Verwendung im Vorstieg mit nachfolgendem Abseilen.
Ausgemustert werden sollte ein Kletterseil nach mehreren harten Stürzen (hoher Sturzfaktor), wenn das Seil mit Säure (z.B. Autobatterie) in Kontakt gekommen ist, wenn bereits äußere Beschädigungen wie Verbrennungen oder starker Manterverschleiss erkennbar sind.

Mantelverschiebung bei Seilen
Die Mantelverschiebung kann sowohl positiv (der Mantel ist länger) als auch negativ (der Kern ist länger) sein. Nach EN 892 darf die Verschiebung nicht mehr als 2 % betragen. Der UIAA- Standard ist jedoch strenger und lässt nur eine maximale Verschiebung von 1% zu.

Normsturz (UIAA)
Als Normsturz bezeichet man den Sturz eines 80 kg schweren Fallgewichtes in einer Versuchseinrichtung. Der Sturzfaktor beträgt hierbei 1,76. Gemäss UIAA-Norm muss jedes Kletterseil mindestens 6 Normstürze halten können.

Seillänge
Die Wahl der geeigneten Seillänge hängt ab von der vorgesehenen Verwendung des Kletterseiles. In der Kletterhalle reichen 50m Seile zumeist vollkommen aus, im Klettergarten empfehlen sich heute eher 60m Seile, einige Klettergebiete vor allem im mediterranen Ländern haben Felshöhen von 30 manchmal sogar 35m, sodaß Seillängen von 70m heute immer stärker nachgefragt werden. Beim alpinen Sportklettern empfehlen sich auch eher längere Seile von 60-70 m Länge, da viele moderne und beliebte Routen so eingerichtet sind, daß beim Abseilen über die Route oftmals 60m Abseilstrecken zu überwinden sind.

Statikseil
Statikseile sind zum zum Klettern in der Halle, Klettergarten und Gebirge ungeeignet, weil sie keine Gebrauchsdehnung aufweisen. Ein Klettersturz in ein Statikseil wäre mit einer hohen Verletzungswahrscheinlichkeit verbunden, da der Sturz nicht wie bei Einfach-, Zwillings-, oder Halbseilen dynamisch abgebremst wird. Statikseile finden meist beim Industrieklettern, bei Höhenarbeiten, also im Bereich Arbeitssicherheit Anwendung, wo eine Gebrauchsdehnung beim Aufstieg am Fixseil nicht erwünscht ist. Statikseile weisen extrem hohe Festigkeitswerte auf und sind in Stärken von 10 - 12 mm erhältlich.

Surzfaktor
Der Sturzfaktor (SF) ist ein rechnerischer Wert mit dem sich die Härte eines Sturzes ermitteln läßt. Hierzu wird die gestürzte Höhe (h) durch die ausgegebene Seillänge (s) dividiert: SF = h : s
Ein Beispiel:
1. Ein Kletterer klettert in 15m Höhe, die letzte Zwischensicherung befindet sich 3m unter ihm, die Sturzhöhe beträgt dann 6m. Der Sturzfaktor beträgt hier 6:15 also 0,4.
2. In einer alpinen Route befindet sich der Kletterer 15m über dem Standplatz, die letzte Sicherung ist 10m unter ihm. Der Sturzfaktor beträgt hier 20:15 also 1,3.
3. In einer alpinen Route befindet sich der Kletterer 15m über dem Standplatz, er hat noch keine Zwischensicherung angebracht und stürzt 30m. Der Sturzfaktor beträgt hier 30:15 also 2.
4. In einem Klettersteig befindet sich ein Bergsteiger, der mit einem 1m langen Seilstück und einem daran befindlichen Karabiner am Stahlseil verbunden ist. Der Bergsteiger stürzt 5m über der letzten Verankerung des Stahlseiles im Fels. Die Sturzhöhe beträgt nur 5m aber der Sturzfaktor beträgt hier 5:1 also 5 !!!
Beim Sturzfaktor handelt es sich um einen theoretischen Wert. Durch die Anwendung dynamischer Seile und Sicherungstechniken wird die Härte eines Sturzes deutlich gemindert

Zwillingsseil
Zwillingsseile werden stets im Doppelstrang verwendet, d.h. zwei parallel verlaufende Seile werden wie ein Seil gehandhabt. Durch die Verwendung zweier Seile erhöht sich die Sicherheitsreserve beträchtlich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß mit 2 Seilen im Vergleich zur Verwendung eines Einfachseiles eine doppelte Abseilstrecke möglich wird. Zwillingsseile sind erhältlich in Stärken von 7,5 bis 8,5 mm und sind in Längen von 50 bis 70 m, manchmal aber auch auf Seilrollen von 100 oder gar 200 m erhältlich. Der Unterschied zum Halbseil besteht darin, daß es mit einem Zwillingsseil nicht möglich ist zwei Nachsteiger gleichzeitig nachzusichern.




copyright 2009 by Ralf Blumenschein, born2climb

Klettern, Bergsteigen, Canyoning und das Begehen von Höhlen ist gefählich.

Die von uns angebotene Ausrüstung entspricht den höchsten Sicherheitsnormen und -standards. Bei nicht sachgemäßer Anwendung nützt jedoch die beste Ausrüstung nichts. Wir wollen, daß Sie sicher wieder vom Berg runter kommen. Bitte informieren Sie sich vor Gebrauch Ihrer hochwertigen Ausrüstung ggf. über die richtige Anwendung. Wir stehen Ihnen jederzeit gerne bei Fragen zu Ihrer Bergsport- und Kletterausrüstung mit Rat zur Seite.

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